» Infos rund um die Ausbildung  und  BF 17

 

 

Es gibt eine aktuelle Übersicht der Führerscheinklassen ab 19.01.2013:

 

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Stand Kalenderjahr 2017

 

 

 

 

Informationen zum Modellversuch

Begleitetes Fahren ab 17 in

Baden-Württemberg

Fragen- und Antwortkatalog

Zu den Themen:

1. Grundlagen

2. Antragsverfahren

3. Ausbildung und Prüfung

4. Gültigkeit der Prüfungsbescheinigung

5. Konsequenzen bei Verstößen

6. Fortbildungsseminar für Fahranfänger (FSF)

7. Fahrerlaubnis auf Probe

8. Begleitpersonen

Informationsstand: 15.11.2007

Mit neuen Fragen und Antworten, Stand 15.11.2007.

Ergänzungen und Änderungen gegen Katalog

- Stand 30.10.2007 sind in Rot

- Stand 15.11.2007 sind in Blau.

1. Grundlagen

nach oben

1.1 Wann wird das Begleitete

Fahren in Baden-Württemberg

starten?

Am 01.01.2008

1.2 Was soll mit dem

Begleiteten Fahren ab 17

Jahren erreicht werden?

Durch die Phase des Begleiteten

Fahrens sollen Fahranfänger die

Möglichkeit bekommen, unter Aufsicht

einer Begleitperson zusätzliche

Fahrpraxis zu bekommen, bevor sie

alleine fahren dürfen. Ziel der

Maßnahme ist die Senkung der

Unfallbelastung der jungen Fahrer.

1.3 Wird überprüft, ob die

Erwartungen erfüllt werden?

Der Modellversuch „Begleitetes

Fahren ab 17“ wird bundesweit

wissenschaftlich evaluiert. Für die

Zwecke der Evaluation dürfen

personenbezogene Daten der

teilnehmenden Fahranfänger und

Begleiter erhoben und bis zum

31.12.2015 gespeichert werden.

1.4 Ab welchem Termin

können Führerscheinanträge im

Rahmen von BF 17 bei der FEBehörde

eingereicht werden?

Die meisten Behörden nehmen bereits

jetzt Anträge für BF 17 an.

Wichtig ist, dass der Antrag deutlich

als "BF 17" gekennzeichnet wird.

Außerdem muss auf einem Beiblatt*

zum Führerscheinantrag mindestens

eine Begleitpersonen benannt

werden.

* Falls Ihre Behörde kein spezielles Formblatt

verlangt, können Sie die hier veröffentlichte

Vorlage verwenden.

2. Antragsverfahren

nach oben

2.1 Welche Klassen können im

Rahmen des Begleiteten

Fahrens beantragt werden?

Im Rahmen des Begleiteten Fahrens

können nur die Klassen B und BE

beantragt werden.

2.2 Genügt es, wenn der

Führerscheinantrag vom

Bewerber unterschrieben ist

oder müssen auch die

Erziehungsberechtigten

unterschreiben?

Der Führerscheinantrag bedarf der

Zustimmung der gesetzlichen

Vertreter, d.h. der

Erziehungsberechtigten.

2.3 Müssen die Namen der

vorgesehenen

Begleitperson(en) bereits im

Antrag angegeben werden?

Ja, mindestens eine Begleitperson

muss benannt sein.

2.4 Gibt es Muster für die

erforderlichen Beiblätter zum

Führerscheinantrag?

Ja. Verschiedene Behörden haben ihre

eigene Muster entwickelt.

Ansonsten können diese Vordrucke*

verwendet werden:

Beiblatt Teilnahme BF 17

zum Antrag auf Erteilung der

Fahrerlaubnis

Beiblatt für eine

Begleitperson

* Falls Ihre Behörde keine speziellen Formblätter

verlangt, können Sie die hier veröffentlichten

Vordrucke verwenden.

2.5 Können weitere

Begleitpersonen nachträglich

gemeldet werden?

Ja, sie dürfen aber erst als Begleiter

tätig werden, wenn sie in der

Prüfungsbescheinigung eingetragen

sind.

2.6 Von wem wird die

Prüfungsbescheinigung

ausgestellt?

Die Prüfungsbescheinigung wird von

der zuständigen Fahrerlaubnisbehörde

ausgestellt.

2.7 Wie sieht die

Prüfungsbescheinigung aus?

Die Prüfungsbescheinigung muss dem

Muster der Anlage 8a FeV

entsprechen.

2.8 Wird die Erteilung der

Fahrerlaubnis im Rahmen von

BF 17 durch Aushändigung der

Prüfungsbescheinigung auch im

Zentralen Fahrerlaubnisregister

vermerkt?

Ja, die Erteilung einer Fahrerlaubnis

wird im Zentralen

Fahrerlaubnisregister gespeichert.

2.9 Wer händigt die

Prüfungsbescheinigung dem

Bewerber aus?

Da mit der Aushändigung der

Prüfungsbescheinigung die

Fahrerlaubnis erteilt wird, gelten die

Regelungen über die Aushändigung

des Führerscheins. Das heißt, wenn

der Antragsteller am Tag der

praktischen Prüfung bereits 17 Jahre

alt ist, wird die

Prüfungsbescheinigung in der Regel

nach bestandener Prüfung vom

Sachverständigen ausgehändigt.

2.10 Kann mit dem Antrag BF

17 auch die Klasse A mit

beantragt werden?

Ein Antrag auf die Klassen A und B ist

allenfalls dann möglich, wenn der

Antragsteller bereits 17 ½ Jahre alt

ist. Die Theorieprüfung für die Klasse

A wäre aber frühestens drei Monate

vor Vollendung des 18. Lebensjahres

zulässig.

2.11 Kann mit dem Antrag BF

17 gleich die Ausstellung des

Kartenführerscheins mit

beantragt werden?

Dies ist möglich. Der Jugendliche

kann dann unmittelbar nach seinem

Geburtstag bei der Führerscheinstelle

seinen Führerschein abholen.

2.12 Kann in begründeten

Ausnahmefällen zusätzlich

sowohl die

Prüfungsbescheinigung zum

Fahren in Begleitung als auch

ein Führerschein mit Auflagen

beantragt werden, damit der

Jugendliche berechtigt ist,

alleine in die Schule oder zur

Arbeit zu fahren.

Dies ist möglich. Allerdings gelten für

die Erteilung einer Fahrerlaubnis mit

Auflagen und die Ausstellung des

Führerscheins die üblichen Vorgaben:

Der Antrag muss

ausreichend begründet sein.

In der Regel ist ein positives

medizinisch-psychologisches

Gutachten vorzulegen.

3. Ausbildung und Prüfung

nach oben

3.1 Welche besonderen

Vorschriften gelten für die

Ausbildung?

Gegenüber der Ausbildung von 18-

Jährigen gibt es keine

Besonderheiten. Bei der Ausbildung

sind alle Vorgaben der Fahrschüler-

Ausbildungsordnung zu beachten.

3.2 Bei BF 17 sind in der Klasse

B auch die Klassen L, M und S

eingeschlossen. Müssen die

Jugendlichen auch eine

praktische Ausbildung in der

Klasse M und S durchlaufen?

Nein, dies ist bei BF 17 ebenso wenig

vorgeschrieben, wie bei der

„normalen“ Fahrerlaubniserteilung.

3.3 Wer darf Bewerber BF 17

ausbilden?

Jeder Fahrlehrer mit der

Fahrlehrerlaubnis Klasse BE.

3.4 Darf mit der theoretischen

Ausbildung schon vor

Inkrafttreten der Verordnung,

also noch im Jahr 2007, begonnen

werden?

Ja, mit der theoretischen Ausbildung

darf bereits vor dem Inkrafttreten der

Verordnung begonnen werden.

Allerdings ist es nicht sinnvoll, zu früh

mit der Ausbildung zu beginnen, da die

Prüfung erst nach dem Inkrafttreten der

Verordnung (also nach dem 01.01.2008)

abgelegt werden kann.

3.5 Darf mit der praktischen

Ausbildung schon vor

Inkrafttreten der Verordnung,

also noch im Jahr 2007 bereits

begonnen werden?

Nein, dies ist nicht erlaubt, da bis zum

Inkrafttreten der Verordnung (also bis

zum 01.01.2008) das Mindestalter für

die Klasse B und BE bei 18 Jahren

bleibt.

3.6 Wie viel Theorieunterricht

muss ein BF 17 Bewerber

besuchen, der schon im Besitz der

Klasse L, M oder S ist?

In diesem Fall handelt es sich um

Erweiterung der Fahrerlaubnis.

Deshalb sind nur 6 Doppelstunden

Grundstoff vorgeschrieben.

3.7 Wie viel Theorieunterricht

muss ein Fahrschüler besuchen,

der im Rahmen von BF 17 die

Fahrerlaubnis Klasse B erworben

hat und später die Klasse A

beantragt?

Da es sich um eine Erweiterung der

Fahrerlaubnis handelt, müssen 6

Doppelstunden Grundstoff und 4

Doppelstunden Zusatzstoff Klasse A

besucht werden.

3.8 Welche Besonderheiten

gelten für die Prüfung?

Für die Prüfung, Theorie und Praxis,

gelten die gleichen Vorgaben wie bei

allen Prüfungen der Klasse B.

Die theoretische Prüfung darf also

frühestens 3 Monate, die praktische

Prüfung frühestens einen Monat vor

Vollendung des 17. Lebensjahres

abgelegt werden.

4. Gültigkeit der Prüfungsbescheinigung

nach oben

4.1 Mit der Klasse B werden

auch die Klassen M, L und S

erteilt und in der

Prüfungsbescheinigung

eingetragen. Dürfen

Kraftfahrzeuge dieser Klassen

auch ohne Begleitperson

gefahren werden?

Ja.

4.2 Ist in der

Prüfungsbescheinigung ein Bild

des Fahrers?

Nein, deshalb muss der Fahrer zur

Identifikation zusätzlich einen

Personalausweis mitführen.

4.3 Ist in der

Prüfungsbescheinigung eine

Gültigkeitsdauer eingetragen?

Nein, da die Bescheinigung

automatisch drei Monate nach

Vollendung des 18. Lebensjahres ihre

Gültigkeit verliert.

4.4 Ist in der

Prüfungsbescheinigung

eingetragen bis zu welchem Tag

nur in Begleitung

Kraftfahrzeuge der Klasse B

oder BE gefahren werden

dürfen?

Ja, eingetragen wird das Datum, an

dem der junge Fahrer das 18.

Lebensjahr vollendet.

4.5 Darf mit der

Prüfungsbescheinigung auch

noch nach Vollendung des 18.

Lebensjahres gefahren werden?

Ja, auch ohne Begleitung noch drei

Monate lang. Innerhalb dieser Zeit ist

ein Führerschein zu beantragen

4.6 Wird nach Vollendung des

18. Lebensjahres automatisch

ein Führerschein ausgestellt?

Ja, im Regelfall wird mit dem Antrag

auf BF 17 die Ausstellung des

Führerscheins mit beantragt.

4.7 Erlischt die Fahrerlaubnis,

wenn nicht innerhalb der drei

Monate ein Führerschein

ausgestellt wird?

Nein, die Fahrerlaubnis bleibt auch

weiterhin gültig.

4.8 Wer haftet im Falle eines

Unfalls?

Da der junge Fahrer eine

Fahrerlaubnis besitzt, ist er für sein

Tun auch in vollem Umfang

verantwortlich.

4.9 Muss die

Fahrzeugversicherung

informiert werden?

Dies wäre dann erforderlich, wenn im

Versicherungsvertrag Besonderheiten

vereinbart wären, wie zum Beispiel

ein Mindestalter des Fahrers oder

dass der Fahrer keine Beifahrer

mitnehmen darf o. ä.

4.10 Darf ein junger Fahrer

mit der Prüfungsbescheinigung

auch im Ausland fahren?

Nein, die Prüfungsbescheinigung gilt

nur im Inland.

4.11 Darf der Inhaber der

Prüfungsbescheinigung auch

Kraftfahrzeuge der Klassen L, M

oder S fahren?

Ja, dies ist auch ohne Begleitperson

erlaubt.

4.12 Darf man mit der

Prüfungsbescheinigung im

Ausland Kraftfahrzeuge der

Klassen L, M oder S fahren?

Nein. Wer diese Kraftfahrzeuge im

Ausland fahren will, muss zusätzlich

zur Prüfungsbescheinigung die

Ausstellung eines Kartenführerscheins

für diese Klassen beantragen.

5. Konsequenzen bei Verstößen

nach oben

5.1 Welche Konsequenzen hat

es, wenn der junge Fahrer die

Prüfungsbescheinigung bei einer

Kontrolle nicht aushändigen

kann?

Er handelt ordnungswidrig und muss ein

Verwarnungsgeld in Höhe von 10 €

bezahlen.

5.2 Welche Rechtsfolgen hat Er handelt ordnungswidrig, da er im

es, wenn der Inhaber der

Fahrerlaubnis innerhalb der drei

Monate nach Vollendung des 18.

Lebensjahres keinen

Führerschein beantragt und mit

der Prüfungsbescheinigung

weiterfährt?

Fall einer Kontrolle den erforderlichen

Führerschein nicht vorlegen kann.

Diese Ordnungswidrigkeit wird in der

Regel mit einem Verwarnungsgeld

von 10 € geahndet (Nr. 168 Anlage

zur BKatV).

5.3 Welche Konsequenzen hat

es, wenn der Inhaber der

Prüfungsbescheinigung ohne

eine der in der

Prüfungsbescheinigung

namentlich benannten

Begleitpersonen ein

Kraftfahrzeug der Klasse B oder

BE führt?

Er handelt ordnungswidrig und muss ein

Verwarnungsgeld in Höhe von 25 €

bezahlen. Hat er den Verstoß vorsätzlich

begangen, was in der Regel der Fall sein

dürfte, wird ein Bußgeld in Höhe von 50

€ festgesetzt. Dieses würde auch im

VZR eingetragen und mit einem Punkt

bewertet. Außerdem wird in jedem Fall

die Fahrerlaubnis widerrufen (§ 6e Abs.

3 Satz 1 StVG). Der Widerruf betrifft

auch die Klassen L, M und S.

5.4 Welche Voraussetzungen

müssen erfüllt sein, bevor eine

neue Fahrerlaubnis erteilt

werden kann?

Vor der Neuerteilung muss der

Betroffene unbeschadet der übrigen

Voraussetzungen an einem

Aufbauseminar für Fahranfänger nach

§ 2a Abs. 2 StVG) teilnehmen (§ 6e

Abs. 3 Satz 2 StVG).

5.5 Welche Konsequenzen hat

es für den Begleiter, wenn der

junge Fahrer einen

Verkehrsverstoß begeht,

beispielsweise zu schnell fährt?

Keine, da der Begleiter weder Führer

des Fahrzeugs ist noch als solcher

gilt.

5.6 Welche Konsequenzen hat

es, wenn die Begleitperson unter

der Wirkung von Alkohol oder

Drogen steht?

Solange bei der Begleitperson keine

deutlichen Ausfallerscheinungen

erkennbar sind, wird die Polizei in der

Regel lediglich die Weiterfahrt

unterbinden. Ist allerdings die

Begleitperson so berauscht, dass sie ihre

Aufgaben gar nicht mehr wahrnehmen

kann (Begleitperson schläft auf dem

Beifahrersitz ihren Rausch aus) wird der

junge Fahrer so behandelt, als wäre er

ohne Begleitperson unterwegs.

6. Fortbildungsseminar für Fahranfänger -FSF -

(Probezeitverkürzung)

nach oben

6.1 Darf der Inhaber einer

Fahrerlaubnis BF 17 an einem

freiwilligen Aufbauseminar

teilnehmen?

Ja, wenn er die Fahrerlaubnis Klasse

B seit mindestens 6 Monaten besitzt.

7. Fahrerlaubnis auf Probe

nach oben

7.1 Wann beginnt die Probezeit

bei BF 17?

Die Probezeit beginnt mit Erteilung

der Fahrerlaubnis, also mit

Aushändigung der

Prüfungsbescheinigung.

8. Begleitpersonen

nach oben

8.1 Welche Voraussetzungen

muss eine Begleitperson

erfüllen?

Die Begleitperson

muss mindestens 30 Jahre

alt sein,

muss mindestens seit fünf

Jahren im Besitz einer

Fahrerlaubnis Klasse B oder

einer entsprechenden

deutsche oder EU- oder

EWR-Fahrerlaubnis sein,

muss den entsprechenden

Führerschein beim Begleiten

mitführen und zuständigen

Personen zur Kontrolle

aushändigen,

muss die 0,5

Promilleregelung beachten

und darf nicht unter der

Wirkung der in der Anlage zu

§ 24a StVG genannten

Substanzen stehen,

darf zum Zeitpunkt der

Erteilung der

Prüfungsbescheinigung nicht

mit mehr als 3 Punkten im

VZR belastet sein.

8.2 Darf eine Person, der die

Fahrerlaubnis nach Entziehung

neu erteilt wurde, Begleitperson

sein?

Ja, aber nur, wenn sie seit der

Neuerteilung die Fahrerlaubnis wieder

mindestens 5 Jahre besitzt.

8.3 Eine als Begleiter benannte

Person begeht eine

Ordnungswidrigkeit im

Straßenverkehr und bekommt

im Laufe der Begleitphase mehr

als drei Punkte, Muss sie dann

als Begleitperson ausscheiden?

Nein. Der Punktestand wird nur bei

der Eintragung berücksichtigt. Eine

spätere Erhöhung des Punktestandes

hat keine Konsequenzen.

8.4 Darf ein Fahrlehrer, der das

30. Lebensjahr noch nicht

vollendet hat, als Begleiter

fungieren?

Nein, das Mindestalter des

Begleiters beträgt

unabhängig vom Beruf 30

Jahre.

8.5 Kann der junge Fahrer

selbst entscheiden, wer als

Begleitperson in der

Prüfungsbescheinigung

eingetragen wird?

Nein, die Eintragung einer Begleitperson

bedarf der Zustimmung der

Erziehungsberechtigten.

8.6 Wie viel Begleitpersonen

darf ein junger Fahrer haben?

Die Anzahl der Begleitpersonen ist

nicht begrenzt.

8.7 Kann auch noch

nachträglich eine weitere

Begleitperson in der

Prüfungsbescheinigung

eingetragen werden?

Ja, dies ist möglich, wenn die

Erziehungsberechtigten zustimmen.

8.8 Wie viel kostet die

Überprüfung und die Eintragung

der Begleitperson in der

Prüfungsbescheinigung?

Nach Geb.Nr. 202.8 beträgt die

Gebühr für die Ausfertigung der

Prüfungsbescheinigung 7,70 €.

Für die Überprüfung einer

Begleitperson ist in Geb.Nr. 202.9

eine Rahmengebühr von 1,50 € bis

10,00 € vorgesehen.

8.9 Kommt noch eine

zusätzliche Gebühr für die

Auskunft aus dem VZR in

Betracht?

Ja, eine Gebühr von 3,30 € je

Begleitperson kommt hinzu

(Gebührennummer 143).

8.10 Muss der Inhaber eines

alten Führerscheins Klasse 3

zunächst einen

Kartenführerschein beantragen,

wenn er als Begleitperson tätig

werden will?

Nein, dies ist nicht erforderlich

(§ 48a Abs. 5 Satz 1 Nr. 2 FeV)

8.11 Darf eine benannte

Begleitperson ihre Funktion

auch während eines

Fahrverbots ausüben?

Nein, da er bei einer

Verkehrskontrolle seinen Führerschein

nicht vorlegen könnte.

8.12 Welche Aufgaben hat die

Begleitperson

Sie soll dem Fahrer vor Antritt der

Fahrt und während der Fahrt als

Ansprechpartner zur Verfügung

stehen und ihm einen Rat erteilen

oder kurze Hinweise geben (§ 48a

Abs. 4 FeV).

8.13 Darf eine Begleitperson

direkt eingreifen?

Auf keinen Fall. Die Begleitperson darf

in keiner Weise in die Bedienung des

Fahrzeugs eingreifen. Sie kann

allenfalls dem jungen Fahrer Hinweise

in bestimmten Situationen geben.

8.14 Muss die Begleitperson

auf dem vorderen Beifahrersitz

Platz nehmen?

Für den Platz der Begleitperson gibt

es keine konkreten Vorgaben.

Allerdings wird es sinnvoll sein, dass

die Begleitperson neben dem Fahrer

sitzt.

8.15 Welche Vorschriften muss

die Begleitperson in Bezug auf

Alkohol und Drogen beachten?

Die Begleitperson darf auf keinen Fall

die 0,5 Promille-Grenze erreichen und

sie darf nicht unter dem Einfluss

anderer Drogen stehen.

8.16 Müssen Begleitpersonen

an einer Einweisung

teilnehmen?

Eine Einweisung ist nicht

vorgeschrieben: sie wird aber vom

Innenministerium ausdrücklich

empfohlen.

Die Landesverkehrswacht und der

Fahrlehrerverband empfehlen die

Teilnahme an einer etwa 90 Minuten

dauernden Einweisung in einer

Verbandsfahrschule.

8.17 Welche Inhalte sollten in

der Einweisung vermittelt

werden?

Im Vordergrund der Einweisungen

werden die Aufgaben, die Rechte und

Pflichten der Begleitpersonen stehen.

Außerdem sollte bei ihnen

Verständnis für die Probleme der

jungen Fahrer geweckt und, sofern

erforderlich, neue oder geänderte

Verkehrsvorschriften erläutert

werden.

Dazu hat der Fahrlehrerverband

Baden-Württemberg e.V. für seine

Mitglieder eine Präsentation

entwickelt, die bei der Geschäftsstelle

gegen Erstattung der Versandkosten

abgerufen werden kann.